Ich bin Andreas W. Proß, Autor von Dicke Luft. Mein Weg führte mich von technischen Berufen über Softwareentwicklung und Unternehmensführung zu einer persönlichen und wissenschaftlichen Spurensuche über Innenraumluft, Gesundheit und Wahrnehmung. Viele Jahre lang suchte ich nach Erklärungen für Beschwerden, die sich nicht zu einem klaren Bild fügen wollten. Erst nach einem Wendepunkt begann ich zu verstehen, welche Rolle die Luft in geschlossenen Räumen dabei gespielt haben könnte.
Ausführlicher Lebenslauf
Ich wurde 1979 in Deutschland geboren und wuchs in einer Umgebung auf, in der Technik, Handwerk und unternehmerisches Denken früh eine Rolle spielten. Schon als Kind interessierte mich, wie Dinge funktionieren. Maschinen, elektrische Anlagen und Computer übten eine besondere Faszination auf mich aus. Schon in der Grundschulzeit schrieb ich Gedichte und Geschichten auf der Schreibmaschine meiner Tante. Mit Beginn der Realschule verebbte dieses Talent allerdings.
Mein beruflicher Weg begann mit technischen Ausbildungen. Zunächst absolvierte ich eine Ausbildung zum Energieelektroniker, später eine weitere zum Werkzeugmechaniker. Während ich in der ersten Ausbildung erlebte, wie leicht mir Lernen und Verstehen fallen konnten, wenn die Bedingungen stimmten, kehrten in anderen Lebensphasen immer wieder Erschöpfung, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und Gedächtnisstörungen zurück.
Später arbeitete ich in der Softwareentwicklung, IT-Beratung und Unternehmensführung. Ich entwickelte Programme, betreute Kunden, baute Strukturen auf und übernahm Verantwortung in einem mittelständischen Unternehmen. Nach außen funktionierte vieles. Innerlich aber blieb über viele Jahre das Gefühl, dass etwas Grundlegendes nicht stimmte.
Ich suchte die Ursachen dort, wo man sie üblicherweise sucht: in Stress, Psyche, Arbeit, Ernährung, familiären Belastungen, medizinischen Diagnosen und persönlichen Schwächen. Immer wieder gab es einzelne Erklärungen, aber keine Antwort, die das Gesamtbild verständlich machte.
Der Wendepunkt kam mit dem, was wir später Day Zero nannten. Danach begannen meine Frau Monika und ich, unsere Umgebung systematisch zu hinterfragen. Wir maßen, beobachteten, verglichen, recherchierten und setzten Erinnerungen neu miteinander in Beziehung. Dabei rückte ein Faktor in den Mittelpunkt, den wir zuvor kaum beachtet hatten: die Luft in geschlossenen Räumen.
Aus dieser Suche entstand unser erstes gemeinsames Buch Dicke Luft. Das Buch ist für mich keine abstrakte Theorie, sondern der Versuch, eine lange persönliche Erfahrung verständlich zu machen. Es ist aber weit mehr als das. Es ist für mich der Beweis, wie deutlich sich meine Gesundheit nach Day Zero verbesserte, denn sonst hätte so ein Werk nie entstehen können.
Ich verbinde darin autobiografische Erzählung mit wissenschaftlicher Recherche und der Frage, ob Innenraumluft, CO₂, VOCs, Formaldehyd, Feinstaub, Schimmel und Lüftung für viele Beschwerden eine größere Rolle spielen könnten, als uns im Alltag bewusst ist.
Heute möchte ich dazu beitragen, dass Innenraumluft ernster genommen wird. Nicht als einfache Erklärung für alles, sondern als ein grundlegender Umweltfaktor, der unser Denken, Fühlen, Schlafen, Verhalten und unsere Gesundheit beeinflussen könnte.